Beispiel 13: Impotenz / Frigidität

Der Sexualtrieb ist sowieso ein Phänomen, das natürlichen zyklischen Schwankungen unterliegt. Hinzu kommt aber noch, dass er auch vom Partner abhängt. Wenn beispielsweise die Partnerwahl vor allem „Kopf-gesteuert“ nach rationalen Kriterien erfolgt (wie es über Internet-Dating-Portale häufig der Fall ist), weil starke Gefühle von Anziehung und Erregung in der Welt realer Begegnungen als Angst-machend empfunden werden, dann ist die natürliche Folge davon ein flaues Sexualleben. Bis hierhin ist das natürlich und keineswegs irgendwie krankhaft. Wenn die Situation aber als eine Fehlfunktion des eigenen Körpers interpretiert wird, dann ist das nicht selten der Anfang einer Entwicklung bis hin zu ernsthaften sexuellen Blockaden, die schließlich darin münden können, dass gar kein sexuelles Erleben mehr möglich erscheint. Das Problem liegt aber keineswegs beim eigenen Körper, sondern in den Vorstellungen von Partnerwahl oder einem generellen Fehlverständnis, zyklischer natürlicher Prozesse, die eben gewissen Schwankungen unterliegen.

nächstes Kapitel: Verschlechterung der Sehfähigkeit (Erklärungsmodell Nr. 1a)
Bitte unterstützen Sie das Projekt, wenn Sie von diesen Informationen profitieren konnten: